Zentrale Grundschule Ditzingen | Wettbewerb

Zentrale Grundschule Ditzingen | Wettbewerb

Neubau einer 6-zügigen Grundschule mit Sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum
Die Stadt Ditzingen beabsichtigt die beiden bestehenden Grundschulen Wilhelmschule und Konrad-Kocher-Schule an einem Standort zu vereinen. Als neue gemeinsame Position wurde der Campus der Konrad-Kocher-Schule gewählt. Für die Zusammenlegung ist eine Generalsanierung und Erweiterung der bestehenden Grundschule mit den notwendigen Schulraumflächen nach aktueller Schulbauförderrichtlinie vorgesehen. Diese soll als 6-zügige Grundschule mit Sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) ausgebildet werden.

Gemeinsam mit dem bestehenden Grundschulgebäude im Süden des Wettbewerbsgeländes entsteht mit zwei Erweiterungsbauten ein neuer Schulcampus am östlichen Ortsrand der Stadt Ditzingen. Die beiden neuen Schulhäuser präsentieren sich als zwei- bzw. dreigeschossige Gebäude und schließen sich mit dem Bestand zu einem Gebäudeensemble zusammen. Während die zu erhaltene Grundschule und die westliche Erweiterung dem allgemeinen Unterrichtbetrieb vorbehalten sind, beherbergt der östliche Neubau Mensa und Ganztagesbetreuung.

Den Auftakt zum neukonzipierten Gelände macht die einladende Eingangszone im Westen, die zugleich den öffentlichen Bereich des Geländes bildet. Durch die Positionierung der Neubauten ergibt sich zwischen Bestand und eigenständigen Erweiterungsgebäuden ein Forumsplatz als halböffentlicher Raum, welcher das Herz des neuen Schulcampus repräsentiert. Das Forum wird mit Sitzstufen ausgestattet und kann als Pausenhof, für Versammlungen und andere Veranstaltungen genutzt werden. Die Pausenhofanlagen im östlichen Teil des Schulcampus werden ausschließlich von Schülern und Schulpersonal genutzt und spiegeln den privaten Bereich wider.

Neben vier Klassenräumen für das SBBZ befinden sich im EG der bestehenden Grundschule Verwaltungs- und Lehrerräume. Im OG liegen die Klassenräume der vierten Jahrgangsstufe, wobei jeweils drei Klassenzimmer und ein Kursraum sich um einen gemeinsamen Marktplatz ansiedeln und ein Lerncluster bilden.
EG, 1. und 2. OG des westlichen Erweiterungsbaus sind jeweils in zwei Lerncluster aufgeteilt und nach demselben Prinzip wie in der bestehenden Grundschule angeordnet.
Im EG des östlichen Neubaus sind Mensa, Küche und Musikraum vorzufinden, wobei Mensa und Musikraum dem großzügigen Foyer zugeschaltet werden können. Mehrere Räume für die Kommunalbetreuung liegen entlang der westlichen Gebäudeseite und bieten Ausblicke auf den Schulhof. Das OG beherbergt neben Ganztagsbetreuungsräumen zwei Kreativwerkstätten sowie einen großflächigen Außenbereich, der sich vielfältig in den Schulalltag integrieren lässt.

Holzstützen und umlaufende Unterzüge bilden die tragende Grundstruktur der Neubauten. Die hochgedämmten Außenwände sind in Holzständerbauweise mit hinterlüfteter Fassadenkonstruktion errichtet. Ihre Verkleidung besteht wie auch das Dach der Sporthalle aus unregelmäßig profiliertem, weißem Aluminium und unterstreicht den hellen und freundlichen Charakter des neuen Schulcampus. Am Bestand wird die Fassadenverkleidung entfernt und durch äquivalente Holz- und Aluminiumelemente ersetzt.

Ausgangspunkt eines auf allen Ebenen nachhaltigen, energetischen Konzepts für Bestand und Neubauten ist die Minimierung des Energiebedarfs. Dieser generiert sich aus der Kombination aus Gebäudekonstruktion und Gebäudetechnik mit innovativen und regenerativen Systemen. Eine Reduktion des Gebäudestrombedarfs erfolgt durch den Einsatz energieeffizienter LED-Beleuchtung und einer tageslicht- sowie präsenzabhängigen Kunstlichtsteuerung. Auf den Dächern installierte Photovoltaikanlagen erzeugen den nötigen Strombedarf nachhaltig und regenerativ. Die flachgeneigten Retentionsdächer der Neubauten werden als extensiv begrünte Dachflächen ausgebildet, wodurch die Gebäudeklimatik verbessert und die Regenrückhaltefähigkeit optimiert wird.