EU-gefördertes Projekt Home & Care | Landshut

EU-gefördertes Projekt Home & Care | Landshut

Neubau eines Wohnkomplexes mit Pflegeeinrichtung

Berufe und Ausbildungen, die zeitliche Flexibilität erfordern, stellen Alleinerziehende häufig vor schwierige Herausforderungen. Im Rahmen des EU-Förderprogramms „Urban Innovative Actions Initiative“ soll mit der Realisierung des Pilotprojekts „Home & Care“ diesen Umständen entgegengewirkt werden. Der geplante Neubau an der Marienburgerstraße in Landshut besteht aus mehreren Wohngebäuden samt Pflegeeinrichtungen und dient den Alleinerziehenden als künftige Unterstützungsmaßnahme in den Bereichen Ausbildung, Beruf, Kinderbetreuung und Wohnen. Beschäftigte und Auszubildende in Heil- und Pflegeberufen sowie kinderbetreuende Alleinerziehende wohnen „Tür an Tür“ und ermöglichen eine flexible Form der Kinderbetreuung

Während sich im Erdgeschoss Großtagespflegen für insgesamt vier Kindergruppen befinden, liegen in den oberen Etagen des drei- bis viergeschossigen Komplexes 20 Wohneinheiten. Die Wohnungen sind paarweise gekoppelt und formieren eine gemeinsamen Nutzungseinheit, die aus je einer Wohnung für Tagesmütter bzw. Alleinerziehende besteht. Durch die direkte Verbindung kann der Wechsel der Kinderbetreuung flexibel stattfinden.


Aufgrund des EU-Förderzeitraums muss die Inbetriebnahme der Gebäude bis Mitte 2021 erfolgen. Eine Bauweise aus vorproduzierten und stapelbaren Holzmodulen bietet sich daher als kosten- und zeiteffizienteste Option an. Zugleich trägt das gewählte Trag- und Fassadenmaterial aus Holz als erneuerbarer Rohstoff zur nachhaltigen Bauweise bei. Weitere ressourcen- und energieeinsparende Maßnahmen wie Photovoltaikanlagen oder begrünte Dachterrassen prägen den innovativen Wohnkomplex.


Zudem ermöglicht die Gebäudekonzeption eine geringe Versiegelung der umgebenden Freiflächen. Eine naturnahe Gestaltung sowie vielfältige Nutzungsmöglichkeiten garantieren eine hohe Aufenthaltsqualität und fördern die Kommunikation und Interaktion zwischen den Bewohnern der Anlage.

Die ersten Bauarbeiten am Gebäude starten voraussichtlich Ende 2020, bevor im Frühjahr 2021 die vorproduzierten Module angeliefert, gestapelt und mit einer Holzverschalung verkleidet werden.