Bildungscampus Riem | München | LPH 6-9
Bildungcampus vereint Gymnasium, Realschule und VHS
Der neue Bildungscampus Riem liegt im östlichen München, im Stadtbezirk Trudering-Riem, und ist einer der größten Schulbauten in der Landeshauptstadt. Das Gebäudeensemble, das im Nordwesten des Stadtviertels an den Riemer Park angrenzt, erstreckt sich über 15 Hektar Fläche. Weiter rundet der Schulcampus das Stadtviertel nordwestlich im baulichen Kontext ab und bildet gleichzeitig im Westen den Stadteingang. Als Ort der Bildung, Aktivität und des Austausches ist er ein zentraler Baustein für das Zusammenleben im Stadtviertel.

Platz für 2400 Schülerinnen und Schüler
Der moderne Bildungscampus mit einem 6-zügigen Gymnasium und einer 5-zügigen Realschule mit zwei schulischen Schwimmbädern beherbergt circa 2400 Schülerinnen und Schüler. Neben den beiden Schulen mit zwei Dreifachsporthallen befinden sich in dem Komplex außerdem noch die zentrale Volkshochschule und ein attraktiver Sportpark. Verschiedene Teilbereiche wie der Pausenhof oder die Mensa werden von beiden Schulen genutzt und bieten einen schulübergreifenden Austausch. Weiter stehen die Sportanlagen sowohl für den Schulbetrieb als auch für den Breitensport zur Verfügung.

Lernen in Clustern
Aus südöstlicher Richtung erreichen Lehrer, Schüler und Besucher zunächst den Quartiersplatz, welcher als Übergang beide Schulen miteinander verbindet und als Pausenbereich dient. Ausgehend von diesem gemeinsamen Pausenhof erschließen sich das Gymnasium, die Realschule sowie der Sportbereich. Die beiden Schulen setzen sich aus einzelnen, auf einem orthogonalen Raster entlang der städtebaulichen Kanten des Areals angeordneten Pavillons zusammen.
Während im Erdgeschoss des Gymnasiums die naturwissenschaftlichen Fächer platziert werden, befinden sich in der Realschule die Räume für den kreativen Unterricht. Die Klassentrakte in den darüberliegenden Obergeschossen sind bei beiden Schulen nach dem Münchner Lernhauskonzept gestaltet. Um einen sogenannten Marktplatz, welcher als zentrale Mitte platziert ist, sind mehrere Klassenräume als Cluster angeordnet. Diese Clusterbildung dient als Basis für eine Vielfalt an pädagogischen Angeboten und zur abwechslungsreichen Gestaltung des Unterrichts. Gleichzeitig bietet die Ausgleichszone Raum für Kommunikation, Bewegung, Ruhe und Entspannung.

Besondere Herausforderungen in LPH 6 bis 9
Bei der Realisierung des Projekts in den von ALN geleiteten Leistungsphasen 6-9 mussten die Bauarbeiten eng mit der Nutzung der direkt angrenzenden Straßen und Gehwege entlang des Bildungscampus abgestimmt werden. Verkehrswege mussten verlegt und Bauarbeiten in Teilbereichen beschleunigt werden, um die Abläufe der Parallelmaßnahmen nicht einzuschränken. Eine weitere Herausforderung war es, die außergewöhnlich hohe Dichte an zeitgleich stattfindenden Arbeiten und Gewerken auf dem Gelände, zu koordinieren und zu verzahnen. Besonders komplex war diese Abstimmung, als das Gymnasium bereits seinen Betrieb aufgenommen hatte, während an Realschule und VHS die Bauarbeiten noch liefen. Ein entsprechendes Konzept gewährleistete bei laufendem Baustellenbetrieb die Sicherheit von Schülern und Lehrern im Schulalltag.
Um termingerecht arbeiten zu können und den CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten, wurde auf dem Baugelände ein Betonmischwerk eingerichtet. Damit konnten Hunderte von LKW-Fahrten von und zur Baustelle hin eingespart werden. Zudem wurde der gesiebte Aushub der Baustelle vor Ort zur Betonherstellung verwendet.

Textgrundlage der Projektbeschreibung sowie Photocredit:
H4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH
Entwurf und Planung / LPH 1-5:
H4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH
https://www.h4a-architekten.de/de/projekte/bildungscampus-riem
Ausschreibung und Ausführung / LPH 6-9:
Architekturbüro Leinhäupl + Neuber GmbH, Landshut
