Bildungcampus West | Saarbrücken | Wettbewerb

Bildungcampus West | Saarbrücken | Wettbewerb

Ein zukunftsfähiger und nachhaltiger Campus

Ziel des Wettbewerbsbeitrags war die Entwicklung eines zukunftsfähigen, nachhaltigen Bildungscampus. Der Entwurf verbindet bestehende und neue Einrichtungen zu einem kohärenten städtebaulichen Gefüge. Zentrales Element ist das Zusammenspiel zweier Erschließungsachsen: der Ost-West-Promenade zwischen „Im Füllengarten“ und „Georg-Heckel-Straße“ sowie der als grüner Klimakorridor ausgeführten Nord-Süd-Achse.

Die „Ping-Pong“-Promenade

Die Quartierpromenade bildet eine Abfolge unterschiedlich gestalteter Außenräume – von der Grundschule Füllengarten über die neue Agora bis zu den Freiflächen des Kindergartens und dem Vorplatz an der Georg-Heckel-Straße. Das rhythmische Wechselspiel von Plätzen schafft Orientierung, Bewegung und Aufenthaltsqualität.

Der grüne Klimakorridor

Die Nord-Süd-Achse dient als innere Campuserschließung und entwickelt sich nach Süden zu einem grünen Klimakorridor. Er führt vom nördlichen Parkplatzbereich an der Weserstraße über die Agora bis zu den bestehenden Baumstrukturen und Biotopen. Klimaresiliente Baumbepflanzungen, pflegeleichte Sträucher, Retentions- und „Coolspot“-Wasserflächen sowie natürliche Luftzirkulation leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung.

Grundriss Grundschule

Die Agora – Zentrum des Campus

An der Kreuzung der beiden Achsen öffnet sich die Agora – das Herz des Campus und öffentlich zugänglicher Treffpunkt. Ein umlaufender, leichter Arkadengang verbindet alle Gebäude und schafft einen offenen, gemeinschaftlichen Außenraum.

Typologie: vier Gebäude auf zwei Grundstücken

Die Schulgebäude in klar strukturierten Holzvolumen orientieren sich entlang der Promenade: im Westen die Gemeinschaftsschule, im Osten die Grundschule. Südlich der Agora ergänzen Mensa und Sporthalle das Ensemble und bilden zugleich einen Schallschutz. Der Geländesprung von vier Metern wird durch ein gestaffeltes Gebäudeensemble aufgefangen. Mensa und Sporthalle sind über die Agora separat erschließbar und damit auch außerhalb des Schulbetriebs nutzbar.

Die Schulen sind in übersichtliche Cluster gegliedert: je drei in der Gemeinschaftsschule und je zwei in der Grundschule, angeordnet um zentrale Erschließungsbereiche mit offenen Treppen. Die klare Struktur gewährleistet kurze Wege und intuitive Orientierung.

Grundriss Gemeinschaftsschule

Nachhaltiges Bauen für zukünftige Lernorte

Der Entwurf setzt auf klimaangepasste, energieeffiziente Bauweisen. Holz und Lehm dienen als primäre Baustoffe; das Aushubmaterial wird für Stampflehmdecken genutzt, die thermische Masse und Brandschutz verbinden. Die Holzskelettbauweise ermöglicht hohe Vorfertigung, kurze Bauzeiten und vollständige Wiederverwertung der Materialien.

Die Gebäude kommen – abgesehen von Sanitärräumen – ohne aufwendige Lüftungstechnik aus. Die Belüftung erfolgt über Fenster und automatische Nachtauskühlung.

Resiliente Bäume, Entsiegelung und Schwammstadtprinzip sorgen für nachhaltiges Regenwassermanagement: entsiegelte Flächen, Retentionsräume und klimaresistente Bäume entlasten die Kanalisation und stärken die ökologische Qualität des Campus.