Actionsportzentrum | München-Pasing

Actionsportzentrum | München-Pasing

Von der Fabrikhalle zum Actionsportzentrum

Eine 125 Jahre alte, ehemalige Eggenfabrik in München-Pasing wurde nach dem Entwurf von Behnisch Architekten zu einer zeitgemäßen Actionsportzentrum umgestaltet. Der respektvolle Umgang mit der bestehenden, denkmalgeschützten Struktur ermöglichte die weitgehende Erhaltung der historischen Bausubstanz – und damit auch des darin gespeicherten CO₂. Aus statischen Gründen wurde lediglich das Dach durch eine neue Holzkassettendecke ersetzt.Die markanten Giebelfassaden sowie die feingliedrige Stahlkonstruktion bleiben weiterhin prägend für den Innenraum. Ergänzend erhielt das Gebäude eine Galerieebene, die als Aufenthalts- und Veranstaltungsbereich genutzt wird.

Einfaches und nachhaltiges Lüftungssystem

Ein wesentlicher Aspekt der Planung für das Actionsportzentrum bestand darin, nahezu die gesamte Grundfläche von rund 1.000 m² für den Sportbetrieb freizuhalten. Daher wurde der Umfang der technischen Ausstattung bewusst auf das Nötigste reduziert. Das Lüftungskonzept nutzt Volumen und Höhe für eine natürliche Belüftung, wodurch auf aufwendige Anlagentechnik verzichtet werden konnte.

Oberlichter mit PV

Gegen eine sommerliche Überhitzung schützt ein mobiler Sonnenschutz an der Südfassade. Zudem wurde im Oberlicht eine integrierte Photovoltaiklösung verbaut, die nicht nur den solaren Wärmeeintrag reduziert, sondern zugleich Energie erzeugt. Dadurch waren keine weiteren technischen Verschattungselemente erforderlich. Das Actionsportzentrum ist an die Fernwärme angeschlossen und erhielt einen neu gestalteten Vorbereich, der städtebaulich öffnet. Alle Bereiche sind barrierefrei nutzbar – auch für Wheelchair Skating.

Erweiterung bereits mitgedacht

Ein zweiter Bauabschnitt in Holzhybridbauweise – mit Parkour-Anlage, Skate-Bowl, Dirtbike-Jump-Line und Café – wurde bereits mitgedacht. Die Erweiterung kann während des laufenden Betriebs umgesetzt werden; mobile Container für dienende Funktionen lassen sich flexibel versetzen.
So entstand eine Halle, die Sport, Begegnung und Inklusion mit Nachhaltigkeit, Denkmalschutz und Actionsport verbindet.

ALN hat die Realisierung in den Leistungsphasen 6–9 als Subunternehmer begleitet. Konkret: Vorbereiten und Mitwirken bei der Vergabe LPH 6-7 und Objektüberwachung und -betreuung LPH 8-9.

Textgrundlage der Projektbeschreibung:

Behnisch Architekten

Entwurf und Planung:
Behnisch Architekten

https://behnisch.com/work/projects/1545